28.06.2020
News  
 

Babyelefant & Fleischimport

Da staunte so mancher Kitzbüheler nicht schlecht, als man am Samstag Abend einen überdimensionalen Baby-Elefanten auf dem Hausberg sah. Zu Füßen des Rüsseltiers der Verweis auf einen Meter – also jene Distanz, die uns als Sicherheitsabstand in der Corona-Krise eingebläut wurde. Seit gut drei Monaten wird uns nun anhand eines Baby-Elefanten der Mindestabstand vermittelt.

Aber wieso fiel die Wahl für die Symbolisierung ausgerechnet auf einen Baby-Elefanten? Waren für die Bundesregierung und das Rote Kreuz das Kälbchen oder ein ausgewachsenes Schwein einfach zu exotisch? Das könnte gut möglich sein, denn seitens der Gastronomie kommt ein klares Nein für eine Herkunftskennzeichnung der Fleischprodukte. Bei Kalbfleisch und Geflügel greifen viel Gastronomen lieber zu den qualitativ weniger hochwertigen Produkten aus dem Ausland und vergessen dabei, dass bei den heimischen Produkten das Tierwohl einen viel höheren Stellenwert hat. Mehr Tierwohl heißt aber auch bessere Qualität – und die will der Gast auf seinem Teller haben. Die idyllischen Bilder von glücklichen Hühnern auf der Wiese und Almtieren werden gerne für die Werbung genutzt, in den heimischen Großküchen sind sie aber oft nicht wirklich erwünscht.

Ein Hoch auf all jene Betriebe, die auf österreichische Produkte setzen und dies dem Gast auch auf ihrer Speisekarte mitteilen. Hoffentlich kommt es bei vielen weiteren Betrieben zu einem Umdenken. Das würde nicht nur den heimischen Bauern helfen, sondern auch viel Tierleid ersparen.

Elisabeth M. Pöll
poell@kitzanzeiger.at

 
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