22.03.2018
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BKH hat neuen Schwerpunkt

Am Bezirkskrankenhaus St. Johann wurde mit Anfang März ein neuer Schwerpunkt für Gefäß­chirurgie eingerichtet. Mit der Leitung des neuen Zentrums an der Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie wurde mit OA Dr. Peter Metzger ein erfahrener Spezialist für Gefäßchirurgie bestellt.

St. Johann | Der gebürtige Steirer Dr. Peter Metzger (45) erhielt seine Fachausbildung an der Universitätsklinik Salzburg, war danach am Ausbau der gefäßchirurgischen Abteilungen im Krankenhaus Schwarzach/Salzburg und im Krankenhaus Göttlicher Heiland in Wien maßgeblich beteiligt. Seit Anfang März behandelt Metzger nun Patienten mit Gefäßerkrankungen am BKH St. Johann, gemeinsam mit einem Spezialisten-Team rund um OA Dr. Michael Mittermair.

Der zusätzliche Schwerpunkt Gefäßchirurgie am BKH St. Johann wurde auf Beschluss der Tiroler Landesregierung eingerichtet. Zufrieden über das neue Angebot äußert sich der ärztliche Direktor des BKH, Prim. Dr. Norbert Kaiser, der sich in Zusammenarbeit mit BKH-Verbandsobmann Paul Sieberer sehr für die Einrichtung des neuen Schwerpunktes eingesetzt hatte: „Wir sind sehr froh, dass es nun gelungen ist, diesen Schwerpunkt für das Unterland am BKH Johann zu installieren und dass wir nun den Patienten ein hochwertiges Angebot in diesem Bereich wohnortnah anbieten können.”

„Im Fokus steht die Behandlung von Erkrankungen der arteriellen und venösen Gefäße einschließlich Eingriffe wie Bypässe/Gefäßumleitung bis in den Fußbereich und Gefäßverletzungen. Bei Dialysepatienten wird die operative Shuntchirurgie (Zugangsgefäße zur Dialysebehandlung) in allen Varianten angeboten“, beschreibt Dr. Peter Metzger seine Tätigkeit in St. Johann.

Bei der peripheren Verschlusskrankheit (“Schaufensterkrankheit”) werden alle Standardbehandlungsverfahren angeboten, wobei in frühen Stadien eine konservative Behandlung mit Maßnahmen gegen Risikofaktoren und körperlichem Training erfolgen kann. Bei allen Formen von weiter fortgeschrittenen Erkrankungen ist ein Überbrückungsbypass bis hin in den Fußbereich möglich – eine Behandlung, die nur wenige medizinische Zentren in Österreich anbieten. Bei Risikopatienten wird mit der Gefäßchirurgie der Univ.-Klinik Innsbruck zusammengearbeitet.

Ergänzend bietet das Krankenhaus eine umfassende Beratung bei Diabetes und chronischen Wunden. Metzger: „Die Steigerung des Gesundheitsbewusstseins der Patienten spielt eine wichtige Rolle. Auch wenn keine definitive Heilung erzielbar ist, lässt sich doch einem Fortschreiten der Erkrankung gegensteuern und damit eine Verschlechterung deutlich hinauszögern. Unser Ziel ist es, Amputationen bei Gefäßerkrankungen möglichst zu vermeiden, das ist bei entsprechender Behandlung auch in vielen Fällen möglich.”

Patienten mit Gefäßerkrankungen können direkt an die Gefäßambulanz am BKH zugewiesen werden. Zur Abklärung stehen in St. Johann die modernsten medizinischen Einrichtungen zur Verfügung – von der Duplex-Ultraschall-Untersuchung bis zur Angiographie mit Röntgen, CT und MRT.

Bild: Willkommen am BKH St. Johann: Bezirkskrankenhaus-Verbandsobmann Paul Sieberer (2.v.r.) begrüßte gemeinsam mit dem ärztlichen Direktor Prim. Dr. Norbert Kaiser (r.) und Chirurgie-Abteilungsvorstand Prim. Univ.-Doz. Dr. Hermann Nehoda (l.) den neuen Leiter des Gefäßchirurgie-Schwerpunktes am BKH, OA Dr. Peter Metzger. Foto: Ritsch

 
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