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07.10.2019
News  
 

Ausflug in den Goldbergbau

Leider konnte keine Zeit für das Goldwaschen eingeplant werden.

Fieberbrunn | Seit über 20 Jahren ist der herbstliche Ausflug des Heimatvereins Pillersee kein üblicher Vereinsausflug, sondern vorwiegend eine Bildungsfahrt mit umfassendem Programm. Trotz schlechter Wetterprognose und einer umfassenden Tagesordnung war auch die heurige Fahrt  ausgebucht. Obmannstellvertreter Dr. Sebastian Eder hatte als Ziel das Rauriser Tal im Pinzgau ausgewählt und die Fahrt mit den „Weisen“ des Vereinsvorstandes vorbereitet. Es zeigte sich, dass es in der engeren Heimat viel Neues zu sehen und zu erleben gibt

Besuch in altem Bergrevier
Das Ziel Rauriser Tal bot sich für Besucher aus dem alten Bergbaurevier Pillersee an. Dort und im Gasteiner Tal war in der frühen Neuzeit das größte Goldabbaugebiet der Welt. Die touristisch geprägte Marktgemeinde Rauris hat heute die gleiche Einwohnerzahl wie zur Blüte des Bergbaues, allerdings jetzt eine enorm hohe Auspendlerquote.
Die flächenmäßig größte Gemeinde des Landes Salzburg liegt zur Hälfte im Nationalpark Hohe Tauern. Leider blieb den Pillerseern die Sicht auf die 13 Dreitausender von Rauris verwehrt, auch die seit 30 Jahren angesiedelten mächtigen Bartgeier flogen nicht.
Das Programm war trotzdem reichhaltig und abwechslungsreich. Nach der Begrüßung am Kirchplatz, wo eine würdige, aber schlichte Erinnerungsstätte für die tödlich verunglückte Rauriser Skiweltmeisterin Ulli Maier steht, wurde ein ungewöhnliches altes Gewerkenhaus besichtigt, das glücklicherweise erhalten und für die Gemeindeverwaltung genutzt wird.
Rauris hat einige typische Bergbauhäuser erhalten und nutzt sie bestens. In einem ist ein stil-
echtes Wiener Kaffeehaus eingerichtet worden.

Zwei Museumsbesuche
Im Talmuseum wird nicht nur an die Bergbauzeit und das 1886 auf Initiative aus dem Ort errichtete Observatorium am Hohen Sonnblick erinnert, sondern auch an den ersten einheimischen Skifahrer, der 1894 von einem der Dreitausender auf Skiern abfuhr.
Nach dem Mittagessen war die Fahrt durch das lange Tal ein besonderes Erlebnis, im Ammerer Haus auf 1620 m Seehöhe  wurde ein weiteres Museum besichtigt. Für die Rückfahrt wurde eine abwechslungsreiche Route über Embach und Dienten gewählt.
Obmann Wolfgang Schwaiger dankte dem Reiseleiter für die ausgezeichnete Abwicklung des umfassenden Programms  und den Teilnehmern aus allen vier Vereinsgemeinden für die Aufgeschlossenheit und die Treue zum ungewöhnlichen Vereinsausflug. H.W.

Blickfang für die Pillerseer Gäste: Gemeindeamt und Erinnerungsstätte für Ulli Maier in Rauris. Foto: Kogler

 
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