19.07.2020
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Aufklärung und sanfte Kontrolle

Nicht sofort strafen, aber wenn es von Nöten ist – in Kirchdorf will man mithilfe eines Flurwächters Verordnungen durchsetzen. Der Flurwächter soll Bewusstsein u.a. für Hundeleinenzwang, Reitverbot und Umweltschutz schaffen.

Kirchdorf | Freilaufende Hunde kollidieren mit Radfahrern, Müll wird einfach liegen gelassen und dann kommt auch noch ein Pferd daher. Am Achendamm in Kirchdorf mehren sich seit Jahren die Interessenskonflikte. Erst kürzlich berichtete der Kitzbüheler Anzeiger darüber, dass der Achendamm nach einem Grillgelage mit Bierflaschen und Müll verschmutzt war.

Nicht jedes Vergehen wird gleich bestraft
Die Kirchdorfer Gemeindeführung entschied sich nun, einen Flurwächter anzustellen. „Der Flurwächter soll über Ge- und Verbote aufklären bzw. darauf hinweisen. Ziel ist es, nicht jedes Vergehen gleich zu bestrafen, aber wenn die Hinweise nicht fruchten, dann hat er auch die Möglichkeit, dies bei der Behörde anzuzeigen“, erklärt Amtsleiter Christopher Innerkofler.
Der Flurwächter soll vorerst für das Gebiet beim Achendamm eingesetzt werden. Sein Aufgabengebiet umfasst die Überwachung der Fahrverbote auf den Feldwegen, den Schutz der Felder vor Feldfrevel (z.B. durch Hundekot), die Überprüfung der Hundeleinenzwangverordnung, des Reitverbotes sowie die Erhebung diverser Rechtswidrigkeiten in Zusammenhang mit dem Abfallwirtschafts- und Forstgesetz.

“Auch eine Zusammenarbeit mit unseren Nachbarorten wäre vorstellbar“
Eine lange Liste von Aufgaben, die auf den Beschäftigten im Ausmaß von neun Wochenstunden zukommt. „Der Flurwächter bekommt natürlich eine Einschulung. Wie sich die Stundenanzahl entwickelt, wird sich zeigen“, erklärt Innerkofler.
Falls sich das Konzept des Flurwächters bewährt, könnte es auch ausgeweitet werden. „Wir könnten uns auch eine gemeindeübergreifende Zusammenarbeit mit den Nachbarortschaften vorstellen“, so der Amtsleiter.

Job des Flurwächters ist begehrt
Bewerbungen für die Stelle sind im Kirchdorfer Gemeindeamt schon einige eingetrudelt. Bevorzugt wird nach einer Dame oder einem Herren mit Hund gesucht. „Gerade als Hundebesitzer hat man zu anderen Hundehaltern einen besseren Draht – was für die Kontrolle der Hundeverordnung von Vorteil sein könnte“, sagt Innerkofler.
Ab 1. September soll der Flurwächter oder die Flurwächterin dann ein Auge auf das Miteinander und den Umweltschutz am Kirchdorfer Achendamm werfen. Johanna Monitzer

Foto: Der Flurwächter soll den Achendamm im Auge behalten. Foto: privat

 
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