24.12.2018
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Auf der Suche nach Weihnachten

In „Hast an Engl g‘hört“ begeben sich nicht nur Maria und Josef auf Herbergssuche. Das opulent inszenierte Adventspiel mit rund 100 Mitwirkenden regte zum Innehalten und Nachdenken an.

Kitzbühel | Der Saal der LMS hätte drei oder vier Mal gefüllt werden können, so groß war der Andrang zum Adventspiel „Hast an Engl g‘hört“. Rund 100 Mitwirkende hauchten dem Stück aus der Feder von Josef Radauer Leben ein. „Es freut mich, dass die Landesmusikschule, die Heimatbühne Kitzbühel und die Neue Mittelschule eine Inszenierung auf die Bühne bringt, die ihresgleichen sucht“, freute sich LMS-Direktor Peter Gasteiger über das Publikumsinteresse.

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Die Inszenierung war wahrlich opulent. Zahlreiche Sänger, Musiker und Schauspieler jedes Alters teilten sich die beinahe zu kleine Bühne im Saal der LMS. Die Gesamtorganisation oblag Daniela Schablitzky. Alle federführenden Personen zu nennen, würde den Rahmen sprengen. „Es war ein so harmonisches und wunderschönes Zusammenspiel“, streute auch Stadträtin Ellen Sieberer den Verantwortlichen Rosen. Zu Recht.

Parallelen in die heutige Zeit zum Nachdenken

Bei „Hast an Engl g‘hört“ handelte es sich um kein „klassisches“ Krippenspiel, denn während die Geschichte von Maria und Josef erzählt wird, zieht das Stück auch Parallelen in die heutige Zeit. Da gibt es den Wirt (Stefan Ritter jun.), der bettelnden Musikern keinen Unterschlupf gewährt: „Das ist Gesindel. Die haben es nicht anders verdient.“ Doch am Ende besinnt sich der Wirt und zweifelt: „Gott verzeiht uns alle schlechten Dinge, die wir getan haben – jedoch, wird er uns auch die guten Dinge, die wir verabsäumt haben zu tun, verzeihen?“ Eine Frage, die gerade zur Weihnachtszeit nachhallt. Die Zuschauer blieben zurück mit ihren Gedanken und spendeten tosenden Applaus. Johanna Monitzer

Bild: Maria und Josef suchen eine Herberge und werden allerorts abgewiesen:
Herbert Turk, Jan Kirchner und Angelika Neubäck (v. li.). 

 
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