04.01.2018
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Atemberaubende Perspektiven

Urvölker, Maskenbilder und Farbexplosionen. Jimmy Nelson, Mahi Bine Bine und Stefan Szczesny zeigen ihren „Spirit of Colours“ in der Aaartfoundation in Kirchberg und liefern atemberaubende Perspektiven.

Kirchberg | „Before they pass away - bevor sie aussterben“ – der englische Fotograf Jimmy Nelson bereiste die entlegensten Gegenden der Welt, um die noch existierenden Urvölker abzulichten. Er zeichnet beeindruckende, ergreifende Bilder über Lebensformen, die in unserer globalisierten Welt zusehendes verschwinden. Bereits 2015 begeisterte der Fotograf mit seinen Darstellungen in der Aaartfoundation, nun ist er mit neuen Bildern zurück.

Seit 2009 studiert Nelson die letzten Urvölker dieser Erde. „Bis zu den Aufnahmen war es mitunter ein weiter Weg, die Menschen fassen nur langsam Vertrauen zu Fremden“, erzählt er. Tage, teils Wochen und sogar Monate lebten er und seine Crew mit den Stammesangehörigen zusammen und ordneten sich deren jeweiligen Gepflogenheiten unter. Irgendwann verloren die Menschen die Scheu vor den Fremden und posierten vor der Kamera. Der Weltenbummler kam nur kurz zur Ausstellungseröffnung nach Kirchberg, am nächsten Tag ging es schon wieder Richtung Afrika.

Maskenbilder von Mahi Bine Bine

Ein wahres Multitalent ist der aus Marokko stammende Künstler Mahi Bine Bine. Ursprünglich studierte er Mathematik, entdeckte dann aber die Kunst für sich. Er schreibt und malt. Seine Kunstwerke sind Teil der Dauerausstellung des  berühmten Guggenheim Museum in New York. Mahi Bine Bine ist Dauergast in den renommiertesten Galerien der Welt – und das zweite Mal nun bereits auch in der Aaartfoundation. „Seine maskenhaften Bilder ergänzen sich perfekt mit den Fotografien von Jimmy Nelson“, veranschaulicht Kuratorin Isabella Goebel.

Lebensbejahende Bilder

Eine kleine Reise in die Vergangenheit war es für den in Saint Tropez lebenden Künstler, Stefan Szczesny, verbrachte er doch seine Jugend in Kitzbühel. Die bunten Bilder des Malers strotzen nur so vor Lebensfreude. „Mir geht es um eine lebensbejahende Haltung, auch wenn es in der Kunstszene oft nicht geschätzt wird“, schmunzelt der Künstler. Der in München geborene Maler wurde in den 80er Jahren als Vertreter und Protagonist der „Neuen Wilden“ international bekannt und begeistert weltweit mit seiner Kunst.

Ausstellung ist bis 2. April geöffnet

Der Aaartfoundation in Kirchberg ist es wieder gelungen, eine eindrucksvolle Schau zusammenstellen, mit Künstlern, die man sonst nur in den großen Metropolen antrifft.
Die Ausstellung „Spirit of Colours“ ist noch bis 7. Jänner täglich von 17 bis 19 Uhr sowie von 11. Jänner bis 2. April Donnerstag bis Sonntag von 17 bis 19 Uhr geöffnet.
Johanna Monitzer

Bild: Nicht nur Simone Jongen und Kuratorin Isabella Goebel (re.) zeigten sich von den Bildern des charmanten Künstlers Mahi Bine Bine begeistert.

 
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