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19.10.2019
News  
 

Anreiz für vorbildliche Hundehalter

GRin Claudia Pali macht einen Vorstoß in Richtung Anreiz statt Vorschrift: St. Johanner Bürger, die  einen Hundekurs besucht haben, könnten in Zukunft Gebühren sparen.

St. Johann | Fast 70 Euro verlangt die Gemeinde St. Johann an Hundesteuer für den ersten Hund pro Jahr. Diese Gebühr könnte für Hundebesitzer für ein Jahr erlassen werden, wenn sie sich freiwillig einem Hundekurs unterziehen. GR Claudia Pali (parteifrei) brachte in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates diesen Vorschlag mittels Antrag ein. „Besitzer, die in der Vergangenheit bereits eine positiv absolvierte Hundeführscheinprüfung abgelegt haben, sollen natürlich rückwirkend auch ein Jahr von der Hundesteuer befreit werden“, erklärt Pali.

In Tirol gibt es keine Pflicht-Kurse
In Tirol gibt es noch keine verpflichtenden Kurse für Hundehalter. Auch nicht für die Besitzer der als Kampfhunde eingestuften Rassen. „Für die Steuerbefreiung sollten nur Kursnachweise herangezogen werden, die über den ÖKV laufen“, so Pali. Der Österreichische Kynologenverband (ÖKV), gegründet 1909, ist der Dachverband von über 100 österreichischen Hundevereinen, die sich mit der Zucht, Haltung, Erziehung, Ausstellung, Ausbildung und Prüfung des Hundes beschäftigen und über mehr als 55.000 Mitglieder verfügt.

Viele Dinge müssten noch abgeklärt werden
Die Gemeinderäte standen dem Vorstoß positiv gegenüber, dennoch müssen noch einige Dinge geklärt werden, erklärte Bürgermeister Hubert Almberger (VP): „Es gibt in Tirol keine offizielle Behörde, die solche Prüfungen abnimmt. Wir müssen uns hier noch einige Dinge genauer anschauen.“

Gemeinderäte begrüßen Vorstoß
Robert Wurzenrainer (FPÖ) begrüßt den Antrag seiner Gemeinderatskollegin: „Das Ziel ist ja, dass Hundebesitzer ihre Vierbeiner unter Kontrolle haben und wenn die Gemeinde hier Anreize schaffen kann, finde ich das sehr gut.“
Auch die Grünen finden die Idee „sehr sympathisch“, wie GRin Melle Strele betont: „Ich hoffe, dass dieser Vorschlag auch ausgearbeitet wird.“
Die Idee wird nun im Finanzausschuss besprochen. „Da es sich um eine Gebühr handelt, ist der Antrag dort am Besten aufgehoben“, so Bürgermeister Almberger.

Absage an Werbung auf Hundestation
Eine Absage erteilte der Bürgermeister jedoch umgehend dem Vorschlag, die fehlenden Einnahmen aufgrund der Erlassung der Gebühr auf ein Jahr, durch Werbung auf den Hundekotsackerln oder den Hundekoteimern der Gemeinde zu kompensieren. „Es macht kein gutes Bild, wenn wir auf Gemeindegut Werbung drucken. Das möchten wir nicht. Ich denke, den Fehlbetrag durch den Erlass kann die Gemeinde auch durch eine Subvention stemmen.“ Johanna Monitzer

Außerdem - Noch keine Wiese in Sicht
St. Johann | Im Februar weitete der St. Johanner Gemeinderat den Leinenzwang für Hunde auf das Gebiet entlang der Reither Ache aus. Im Zuge der durchaus emotionalen Diskussion (der Kitzbüheler Anzeiger berichtete), erklärt die Gemeindeführung, an einem „Gesamtkonzept für Hunde in St. Johann“ zu arbeiten, in dem auch Infrastruktur geschaffen werden soll.
„Hundefreilaufwiese ist auf der Agenda“  
Eine ortsnahe Wiese, wo Hunde ohne Leine laufen und spielen dürfen, wurde von der Gemeinde ins Auge gefasst. Passiert ist bislang nichts. „Leider konnte die Hundefreilaufwiese noch nicht umgesetzt werden. Wir haben es aber auf unserer Agenda und falls es ein passendes Grundstück gibt, werden wir sofort handeln“, so Bürgermeister Hubert Almberger (VP).

Kein Vermerk im Protokoll
GRin Claudia Pali (parteifrei) vermisste die Informationen zum Vorhaben, eine Hundefreilaufwiese zu schaffen, im Gemeinderatsprotokoll. Amtsleiter Ernst Hofer erachtete dies als nicht wichtig genug, um in das Protokoll aufgenommen zu werden, wie er erklärte. Dies wird nun nachgeholt, so der Amtsleiter und der Bürgermeister unisono. jomo

Hundebesitzer, die mit ihrem Liebling einen Kurs besuchen, könnten in Zukunft für ein Jahr von der Steuer befreit werden. Symbolfoto: Pexels

 
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