09.10.2018
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Alt-Dorfchef ist jetzt Ehrenbürger

„Ehrungen wie diese sind keine Alltagsangelegenheit, die Verleihung solcher Auszeichnungen ist eine Besonderheit, mit denen die Gemeinde auch sparsam umgeht“, erklärte Waidrings Bürgermeister Georg Hochfilzer zu Beginn eines ganz besonderen Ehrenabends im Gasthof zur Post.

Waidring | Bevor der Festakt begann, marschierten die Vereinsabordnungen vor dem Musikpavillon auf und die Schützen ehrten die drei verdienten Waidringer mit einer Ehrensalve.

„Mit Barbara Millinger, Heinz Kienpointner und Hans Steiner werden heute Persönlichkeiten vor den Vorhang geholt, die sich mit großem Engagement und aus verschiedenen Interessenslagen für die Gemeinde und somit für die Öffentlichkeit und die Gesellschaft eingebracht haben“, so Hochfilzer in seiner Laudatio. Auch für ihn sei es ein besonderer Anlass, da er mit Heinz Kienpointner seinen Vorgänger als Bürgermeister, mit Hans Steiner seinen Vorgänger als Gemeindeamtsleiter und mit Barbara Millinger, eine seit langem freundschaftlich verbundene Weggefährtin, auszeichnen dürfe.

Gemeinsam mit Vize-Bürgermeister Klaus Brandtner vergab Hochfilzer dann den ersten Ehrenring an Barbara Millinger. Über drei Perioden saß sie  von 1992 bis 2010 im Gemeinderat und war zwölf Jahre davon Vizebürgermeisterin – eine der ersten im Bezirk Kitzbühel.

Mandatarin mit Herzblut

Unter anderem als Referentin für Familie, Frauen, Soziales und Senioren setzte sie sich vehement für ihre Mitbürger ein. Millinger war auch Mitbegründerin des Sozial- und Gesundheitssprengels Waidring. Auch war es u.a. ihrem Engagement zu verdanken, dass die im Raum stehende Schließung der Hals-Nasen-Ohrenabteilung im Bezirkskrankenhaus abgewendet werden konnte. Auch im Pfarrgemeinderat brachte sich Millinger ein und trug wesentlich zur Kirchensanierung bei.

Tirolweit ist Hans Steiner als Schütze bekannt, war er doch u.a. Schützenhauptmann von Waidring, Kommandant des Wintersteller Bataillons und überdies 14 Jahre Kommandant des Schützenviertels Unterland.

Schütze und Amtschef

„Wie viele  Feste Hans Steiner in dieser Zeit organisiert hat, ist bei mir nicht verzeichnet, es war aber einer gr0ße Anzahl, in deren Rahmen sich Waidring immer eindrucksvoll präsentieren konnte“, dankte Hochfilzer in seiner Laudatio. Hans Steiner war 36 Jahre Amtsleiter der Gemeinde Waidring, engagierte sich im Gemeinderat, bei verschiedenen Vereinen und fungierte als Gemeindechronist.

In seiner Zeit hat er u.a. den Um- und Ausbau des Pfarrsaals verantwortet und war überdies Leiter der Erwachsenenschule Waidring. „Auch Hans Steiner hat sich weit über das normale Maß hinaus in der Gemeinde und Gesellschaft eingebracht und sich diese Ehrung wahrlich erarbeitet“, betonte der Dorfchef, bevor er Steiner den Ehrenring übergab.

Ein Langzeitbürgermeister, der die Belange seiner Heimatgemeinde auch schon einmal lautstark vertrat, war Heinz Kienpointner. Und mit seinen Nachbarn – Kirchdorfs Ernst Schwaiger und Fieberbrunns Herbert Grander – ein ganz besonderes Trio bildete: Alt-Dorfchef Heinz Kienpointner wurde ebenfalls vor den Vorhang geholt und wurde für sein Engagement zum Ehrenbürger ernannt.

21 Jahre Dorfchef

Kienpointner war 21 Jahre Bürgermeister, außerdem zwölf Jahre Obmann und drei Jahre Werbereferent im Tourismusverband sowie langjähriger Obmann des örtlichen Sportklubs. In seine Ära fiel u.a. der Ausbau der Wasserversorgung und der Umbau des Gemeindeamtes. Vehement setzte sich Kienpointner für den Bau der Gondelbahn Steinplatte ein und kämpfte um die Ansiedlung des Vier-Stern-Hotels, dessen Bau nicht ganz einfach war. Auch die Rettung der finanziell angeschlagenen Hausberglifte ist u.a. ihm zu verdanken. „Auf diverse Einzelmaßnahmen kann ich jetzt nicht im Detail eingehen, das würde das Zeitbudget sprengen“, streute Hochfilzer seinem Vorgänger Rosen, bevor er ihn zum Ehrenbürger ernannte. Margret Klausner

Bild: Waidrings Vbgm. Klaus Brandtner (l.) und Bgm. Georg Hochfilzer (re.) mit den Geehrten Hans Steiner, Heinz Kienpointner und Barbara Millinger (v.l.). Foto: Wörgötter

 
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