02.06.2016
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Abgang nach drei Monaten

Keine drei Monate hatte der Kitzbüheler Gemeinderat die Position als Obmann des Wohnungausschusses inne. Er selbst zog die Reißleine, gab den Rücktritt via Medien bekannt.

Kitzbühel | Eine seiner Begründungen für diesen Schritt waren die Anrufe von wohnungssuchenden Bürgern. 15 bis 20 dieser Anrufe gingen laut eines Berichtes in der Tiroler Tageszeitung bei Nothegger ein, das war ihm dann doch zu viel.

Dabei hätte der Spitzenkandidat der Liste „Unabhängige Kitzbüheler“ doch bereits im Vorfeld mit dem Arbeitsaufwand in diesem Referat vertraut sein müssen. Im Wahlkampf um den Bürgermeistersessel machte er die Wohnungsnot in der Gamsstadt zu seinem Thema. „180 Einheimische warten auf eine Gemeindewohnung“, hieß es. Ein Bruchteil dieser Wohnungssuchenden meldeten nun beim zuständigen Referenten, der sich aber an den Anrufen stört und auch durch die Weitergabe seiner „privaten“ Telefonnummer in seiner Privats­phäre gestört sieht. So privat ist aber der Anschluss nicht, denn es handelt sich um eine Gemeindenummer mit Kurzwahl.

Nun wird etwas eingefordert, was vor fünf Jahren noch komplett ignoriert wurde. Damals veröffentlichte Nothegger die Telefonnummern sämtlicher Gemeinderäte auf Facebook, ohne deren Zugeständnis.

Die Diskussion, wessen Nummer nun weitergegeben werden darf und welche nicht, wurde am Montag beendet. Bis auf drei Gemeinderäte (diese sind aber per Email erreichbar) sprachen sich alle anwesenden Kitzbüheler Gemeinderäte für eine Veröffentlichung ihrer Telefonnummer auf der Gemeinde-Homepage aus. Damit dürfte auch der Bevölkerung klar sein, wer in Notfällen zur Hilfe bereit ist.

Elisabeth M. Pöll
poell@kitzanzeiger.at

 
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