24.01.2020
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60 Rehe in zwei Jahren gerissen

Oberndorfs Hegemeister Peter Wimmer ist verzagt - er fand in den vergangenen Tagen zwei von Hunden zerfleischte Rehe. Keine Einzelfälle, wie BJM Martin Antretter weiß.

Oberndorf, Reith | Kurz vor Weihnachten sorgte ein Schild in Erpfendorf, wie berichtet, für große Aufregung und für eine Anzeige wegen Nötigung: Neben einem Forstweg Richtung Angerl Alm hatte ein Jäger  die Tafel an seiner Fütterung angebracht. Freilaufende Hunde werden erschossen, hieß es darauf. Tatsächlich war das Schild nicht rechtens und ist inzwischen auch abmontiert. Dass aber freilaufende Hunde zunehmend zum Problem für das Wild und das vor allem auch im Winter werden, bestätigt nicht nur der Pächter der besagten Genossenschaftsjagd, Helmuth Burger.
Auch der für Oberndorf, Reith und Going zuständige Hegemeister Peter Wimmer ist verzagt. Allein in den vergangenen zwei Wochen hat er auf einem Spazierweg in der Nähe des Tauwiesenliftes in Oberndorf zwei tote Rehe gefunden. Zu Tode gehetzt und zerfleischt.

Jäger appellieren an Vernunft der Hundebesitzer
Auch der Pächter der Genossenschaftsjagd in Reith, Josef Jöchl jun., hat allen Grund zur Klage. Auch im Bereich des Bichlachs und auf den Spazierwegen im Bereich Kohlhofen finden er und seine Jäger immer wieder fürchterlich zugerichtete Wildtiere. Von Strafen hält Jöchl übrigens nichts. Er versucht es mit Aufklärung der meist Zweitwohnbesitzer, die ihre Vierbeiner einfach laufen lassen, ohne sich darüber bewusst zu sein, was diese anrichten können.
„In den vergangenen zwei Jahren sind mir 60 gerissene Rehe gemeldet worden“, sagt Bezirksjägermeister Martin Antretter. Die Dunkelziffer sei ungleich höher, ist er überzeugt. Er appelliert nicht nur an die Spaziergänger, ihre Vierbeiner an die Leine zu nehmen. Schneeschuhwanderer und Tourengeher, auch wenn es hier ungleich schwieriger ist, fordert er ebenfalls auf, im Gebirge die Tiere an die Leine zu nehmen. Margret Klausner

Ein Hund hat dieses Reh gerissen - Oberndorfs Hegemeister Peter Wimmer fand das verendete Tier auf einem Spazierweg beim Tauwiesenlift. Foto: Wimmer

 
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