20.10.2020
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40 Gipfel in 4 Tagen

Zwei Männer, vier Tage und 40 Gipfel im „Koasa“. Die Oberndorfer Leo Hofer und Willi Staffler absolvierten Anfang Juli die Mega-Tour mit 12.000 Höhenmetern und 110 Kilometern durch das Kaisergebirge – am Stück wohlgemerkt.

Oberndorf | Es war ein Filmvortrag von Leo Hofer über den Muztagh Ata in China, der Willi Staffler auf die Idee brachte, eine solche Mega-Tour auch in unseren Breiten zu absolvieren. Willi, ein Bergfex und Kletterer kannte die meisten Gipfel der geplanten Route schon – zwischen manchen fehlte nur noch die Verbindung. Bevor der viertägige Marsch durch das Kaisergebirge in Angriff genommen wurde, mussten die Etappen genau geplant und großteils auch noch abgegangen werden. Bergführer Michael Millinger stand bei der Planung Staffler zur Seite. „Wir sind drei Tagesetappen schon gemeinsam gegangen, haben aber kein einziges Foto gemacht“, erzählt Willi Staffler.

Bis zu 16 Stunden im „Koasa“ unterwegs

Nachdem im Vorjahr Schneefelder die Tour verhinderten – ein späterer Zeitpunkt war aufgrund der Tageslichtsituation nicht möglich, da Willi Staffler und Leo Hofer täglich fast 16 Stunden unterwegs waren, starteten die Beiden ihre Koasa­tour heuer. Hofer und Staffler waren im Alpinstil unterwegs – sie legten keine Depots an, sondern trugen das notwendige Material, angefangen von der Kletterausrüstung über Proviant und Wasser ständig mit sich mit. „Es galt natürlich, das Gewicht des Rucksacks möglichst gering zu halten, denn wir trugen sie ja auch über die Kletterpassagen und das Gewicht am Rücken wirkt sich auch auf das Gleichgewicht aus“, erzählt Leo Hofer.

Dieses Bergabenteuer ging auch an den beiden Ausdauersportlern nicht spurlos vorüber. Doch weder Schuhblasen noch schmerzende Finger und Zehen bewegten die Beiden zur Aufgabe. Am dritten Tag erschwerte ein Wetterumschwung zusätzlich das Unternehmen. Die Route musste wegen Nebels umgeplant werden.

Unterstützt wurden Leo Hofer und Willi Staffler von den Hüttenwirten Christian Fankhauser (Stripsenjoch) sowie Alex und Dagmar Egger (Hinterbärenbad), die noch zu späterer Stunde für die Extrembergsteiger aufkochten. E. M. Pöll

Die Gipfel
Tag 1 (4. Juli, Start um 3.34 Uhr):   Ursulakreuz (1.250 m); Gscheurkopf (1.280 m); Maukspitze (2.231 m); Ackerlspitze (2.329 m); Östl. Hochgrubachspitze (2.284 m); Westl. Hochgrubachspitze (2.277 m); Regalmspitze (2.253 m); Törlwand (2.197 m); Daumen (2.150 m); Kleinkaiser (2.039 m); Lärcheckspitze (2.123 m); Mitterkaiser (2.001 m); Vordere Goinger Halt (2.242 m); Hintere Goinger Halt (2.192 m). Ankunft Stripsenjochhaus ca. 19.30 Uhr.
Tag 2 (5. Juli, Start um 6.30 Uhr): Totenkirchl (2.190 m); Fleischbank (2.186 m); Christaturm (2.170 m); Hintere Karlsspitze (2.281 m); Vordere Karlsspitze (2.260 m); Ellmauer Halt (2.344 m); Gamshalt (2.291 m); Kleine Halt (2.116 m). Ankunft Hinterbärenbad ca. 20.30 Uhr.
Tag 3 (6. Juli, Start um 6 Uhr): Unteres Gamskarköpf (1.975 m); Oberes Gamskarsköpfl (2.040 m); Sonneck (2.260 m); Kopfkraxen (2.178 m); Treffauer (2.304 m); Tuxeck (2.226 m); Hochegg (1.452 m): Ankunft Hinterbärenbad ca. 18.30 Uhr.
Tag 4 (7. Juli, Start um 6.50 Uhr): Naunspitze (1.633 m); Petersköpfl (1.745 m); Einserkogel (1.924 m); Elferkogel (1.916 m); Pyramidenspitze (1.997 m); Vordere Kesselschneid (2.001 m); Hintere Kesselschneid (1.995 m); Roßkaiser (1.970 m); Kleiner Roßkaiser (1.923 m); Stripsen­kopf (1.807 m); Feldberg (1.813 m). Ankunft Fischbachalm um ca. 19.30 Uhr.

 
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