23.07.2016
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130 Männer gegen Feuersbrunst in St. Johann

St. Johann | Eine harte Woche liegt hinter der Feuerwehr St. Johann – nach dem schweren Sturm Anfang der vergangenen Woche heulten am vergangenen Donnerstagvormittag einmal mehr die Sirenen der Marktgemeinde und in den Nachbargemeinden. Der Stall eines Bauern im Ortsteil Bärnstetten war in Brand geraten, die meterhohen Flammen waren weitum zu sehen.

„Als wir ankamen, stand der gesamte Stall bereits im Vollbrand“, erklärt St. Johanns Feuerwehrkommandant Ernst Stöckl. Die Besitzer des Hofes hatten die im Stall untergebrachten Pferde und Schafe kurz vorher auf die Weide getrieben und hatten von der Gefahr noch nichts bemerkt. „Innerhalb von Sekunden dürfte das Gebäude in Brand gestanden haben“, sagt Stöckl. 130 Feuerwehrmänner aus St. Johann, Oberndorf und Kirchdorf kämpften gegen die Flammen an – der Stall war leider nicht mehr zu retten. Die große Herausforderung der Florianijünger bestand vor allem darin, die benachbarten Gebäude – großteils aus Holz – zu retten. Da sich in dem Stallgebäude Gasflaschen befanden, bestand die Gefahr für die Feuerwehrleute, dass ihnen diese in der Hitze um die Ohren fliegen. „Es hat andauernd geknallt. Es hat sich dann aber herausgestellt, dass die Reifen, der im Gebäude abgestellten Fahrzeuge, geplatzt sind“, erklärt der Feuerwehrkommandant. Die Gasflaschen blieben unversehrt. Innerhalb einer Stunde war der Brand unter Kontrolle. Menschen und Tiere kamen glücklicherweise nicht zu Schaden, der finanzielle Schaden liegt jedoch bei rund 350.000 Euro.  

„Es hat sich mit großer Wahrscheinlichkeit um Heuselbstentzündung gehandelt. In einem solchen Fall greift das Feuer dann auch explosionsartig um sich, sobald Luft dazu kommt“, weiß Ernst Stöckl nach den Untersuchungen durch die Brandermittler der Polizei. Die Feuerwehrmänner mussten das gesamte Heu aus dem Stall herausholen und verteilen um ein weiteres Aufflackern der Flammen zu verhindern. Von einer „Sisyphusarbeit“ spricht Stöckl in diesem Zusammenhang. „Wenn wir das nicht machen, haben wir tagelang Einsätze!“ Nach dem „Brand aus“ wurde nicht nur eine Brandwache eingerichtet, es war überdies angedacht, am späten Nachmittag einen Tanklöschwagen noch einmal zum abgebrannten Stall zu schicken. Bevor es soweit war kam allerdings schon die nächste Alarmierung -  das ausgelagerte Heu hatte erneut zu brennen begonnen. Doch das hatten die Männer schnell im Griff. Da sich neben dem Stall ein Strommast befindet, musste der Strom während der Löscharbeiten abgeschaltet werden. Margret Klausner

 
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