20.01.2018
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12.700 Meter Sicherheitsnetze

Die Sicherheit auf den Pisten ist dem Kitzbüheler Ski Club ein großes Anliegen. Bereits im Herbst wird mit den Sicherungsmaßnahmen begonnen. Im Vorfeld der Rennen sind 30 Personen mit dem Aufbau der Sicherheitsmaßnahmen beschäftigt.

Kitzbühel | Die Sicherheit der Athleten liegt dem Kitzbüheler Ski Club besonders am Herzen. Kein Wunder also, dass viele Sicherungselemente in der Gamsstadt entwickelt oder deren Bewährungsproben in Kitzbühel abgehalten wurden. Der KSC und der damalige Sicherheits­chef Franz Pfurtscheller waren an der Entwicklung der Gleitplanen maßgeblich beteiligt, oder auch an der Verfeinerung der Sicherheitsnetze. „Bereits nach den Rennen treffen sich die Teams und besprechen das Sicherheitskonzept. Es wird viel über Verbesserung nachgedacht und Innovationen geschaffen“, erzählt Barbara Thaler. Eine dieser Innovationen wurde im Vorjahr zu ersten Mal umgesetzt: die Beleuchtung am Hausberg. Damit will man den Rennläufern bei diffusem Licht, die Sicht verbessern.

12.700 Meter an Sicherheitsnetzen

Entlang der Rennstrecken werden in Summe 1.700 Meter an A-Netzen und 11.000 Meter an B-Netzen aufgebaut. Erstere sind sogenannte Hochsicherheitsnetze, die auf Masten installiert werden. Diese kommen zum Beispiel im Bereich der Steilhang-Ausfahrt zum Einsatz. Damit sich die Rennläufer nicht mit den Skispitzen in den Netzen verhaken, werden diese mit Gleitplanen zusätzlich abgesichert. Damit ist auch eine Fahrt über die Gleitplanen, wie es 2008 Bode Miller in der Steilhang-Ausfahrt machte, möglich. In Summe werden 1.300 Meter dieser Gleitplanen entlang der Rennstrecken montiert.

Die B-Netze sieht man besonders gut im Zielbereich. Von außen gesehen folgen dem Zuschauerzaun drei Stafetten an B-Netzen, die die Energie vernichten. Wie funktioniert das? Es ist so, dass die Stangen beim ersten B-Netz weiter auseinander gesetzt sind, beim zweiten näher und beim Dritten nochmals – auch die Abstände zwischen den B-Netzen spielen dafür eine Rolle. Mit diesem System wird der Rennfahrer im Falle eines Sturzes gebremst.

Zudem werden noch Luftmatten angebracht. 120 Stück der Airfence werden u.a. im Bereich der Mausefalle, im Lärchenschuss oder im Ziel verwendet. Dazu kommen noch 180 Aufprallmatten, damit werden  z.B. Fernsehtürme Videowände oder Zwischenzeitmessungen zusätzlich besonders abgesichert, zum Einsatz. Nicht zuletzt werden noch 40 Stück Rundpolster zum Absichern der Masten montiert.

Pistensicherung startet bereits im Herbst

Vieles wurde im Herbst bereits vorgearbeitet, mit dem Bergteam von Gerhard Raffler, nun müssen noch 13.000 Meter Zuschauerzäune, 11.000 Meter B-Netze sowie Gleitplanen und Gleitzäune installiert werden. „Rund 18.000 PVC-Stangen werden in den Boden eingebracht“, berichtet Voithofer. Die 120 Stück Airfence, wie sie auch im Motorsport verwendet werden, sind durch ihr Gewicht und ihre Länge, sie sind zwischen fünf und acht Meter lang, besonders aufwendig. Dazu werden 180 Aufprallschutzmatten angebracht werden. „Am Berg eine schwere Arbeit, weil man nicht an alle Positionen mit einem Schneemobil hinfahren kann, sehr vieles muss von den Arbeitern auf Skiern zu den Abschnitten hingebracht werden!“.  Von Schlechtwetter lässt sich dieses Team nicht aufhalten: „Wir müssen den Zeitplan einhalten.“

Dieses Team sichert auch alle Aufbauten außerhalb der Rennstrecke ab, wie zum Beispiel die Fernseh- und Trainertürme, Masten der A-Netze und sonstiges Randinventar. Wichtig ist für dieses Team die Koordination, insbesondere im Zielbereich. Mandi Goller, Leiter Infrastruktur: „Wir sprechen uns permanent ab, damit alles reibungslos aufgebaut werden kann. Es muss Hand in Hand gehen.“  Absprachen mit dem Pistenteam sind wesentlich, wie mit Herbert Hauser, Pistenchef auf der Streif oder mit Stefan Lindner, Pistenchef am Ganslern. „Es sind viele Zahnräder die ineinander greifen“, so Tom Voithofer, der seine Position seit heuer neu innehat. „Ich habe von Sepp Wurzenrainer den Job übernommen und möchte natürlich genauso weiterentwickeln wie mein Vorgänger.“ Foto: KSC

 
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