
Vier Tage lange suchten die Experten nach dem Nest der asiatischen Hornisse.
Foto: Markus Themel
28. August 2026
aktualisiert: 01.09.26, 09:26 Uhr
Hornissennest in Kössen gefunden: Entfernung ist schwierig
Tagelang durchstreiften in der Vorwoche Experten den Kaiserwinkl, um ein ganz besonderes Hornissennest ausfindig zu machen: Erstmals wurde in Tirol eine Asiatische Hornisse nachgewiesen. Nicht nur für die rund 400 Imker im Bezirk ist das eine Horrornachricht. Die Asiatische Hornisse stammt ursprünglich aus Zentral- und Ostasien und wurde vermutlich vor mehr als 20 Jahren nach Frankreich eingeschleppt. Seither breitet sie sich in Europa aus. In Österreich wurde sie 2024 erstmals in Salzburg nachgewiesen, 2026 wurden die ersten Nester in Vorarlberg entdeckt. Jetzt gibt es sie auch in Tirol. Und das Vorkommen in Kössen wird vermutlich nicht das einzige bleiben, wie der Leiter des amtlichen Pflanzenschutzdienstes Tirols, Andreas Tschöll, befürchtet.
Die invasive Art gilt vor allem für Honig- und Wildbienen sowie andere heimische Insekten als große Gefahr. Ein Volk kann im Spätsommer bis zu 2.000 Tiere umfassen.
Hornissen erbeuten hunderte BienenTäglich erbeuten die Hornissen mehrere hundert Honigbienen. Pro Saison können bis zu elf Kilogramm Insekten auf dem Speiseplan stehen. Neben den Auswirkungen auf die heimische Biodiversität drohen damit auch erhebliche Folgen für die Imkerei.
Die invasive Art gilt vor allem für Honig- und Wildbienen sowie andere heimische Insekten als große Gefahr. Ein Volk kann im Spätsommer bis zu 2.000 Tiere umfassen.
Hornissen erbeuten hunderte BienenTäglich erbeuten die Hornissen mehrere hundert Honigbienen. Pro Saison können bis zu elf Kilogramm Insekten auf dem Speiseplan stehen. Neben den Auswirkungen auf die heimische Biodiversität drohen damit auch erhebliche Folgen für die Imkerei.
„Wenn sich die Asiatische Hornisse dauerhaft ansiedelt,
wäre das für die Imkerei eine ernste Bedrohung.“
Markus Themel,
Imkerobmann
wäre das für die Imkerei eine ernste Bedrohung.“
Markus Themel,
Imkerobmann
Es ist der Aufmerksamkeit eines Kössener Imkers zu verdanken, dass die Asiatische Hornisse entdeckt wurde. „Er hat sofort erkannt, dass es sich nicht um eine heimische Art handelt“, betont der Obmann der Kitzbüheler Imker, Markus Themel. Gerade als Imker sehe man am Bienenstock sehr viel und könne Veränderungen rasch wahrnehmen.
Der Kössener schlug sofort Alarm. Andreas Tschöll und sein Team machten sich umgehend auf die Suche nach dem Nest. Dieses kann bis zu 80 Zentimeter groß werden. Die Nester befinden sich zunächst meist in Sträuchern oder kleineren Bäumen, später häufig hoch oben in den Baumkronen. „Wenn sich die Asiatische Hornisse dauerhaft ansiedelt, ist das für die Imkerei eine ernst zu nehmende Bedrohung“, betont Themel, der sich selbst tagelang an der Suche beteiligte. Ende der Vorwoche wurden zusätzlich Experten aus Vorarlberg hinzugezogen. Dann am Nachmittag die gute Nachricht: Das Nest wurde gefunden.
Mit einem Fernglas konnte das Nest zufällig in einem Baum in etwa 25 bis 30 Metern Höhe ausfindig gemacht werden. Die geplante Ortung mittels einer besenderten Hornisse war damit nicht mehr notwendig. In den kommenden Tagen soll das Nest von Fachleuten beseitigt werden, informiert Andreas Tschöll. Das sei nicht einfach, da die Hornissen nicht nur stechen, sondern ihr Gift auch verspritzen. Das Nest in Kössen soll daher mit spezieller Schutzausrüstung und entsprechendem Bekämpfungsequipment entfernt werden.
Noch unklar, ob es ein Einzelnest ist
Noch ist unklar, ob es sich in Kössen tatsächlich um ein Einzelnest handelt. Die Asiatische Hornisse breitet sich von Westen und Nordwesten über Bayern und Baden-Württemberg aus. Laut Tschöll dürfte auf Tirol eine „Welle“ zukommen. Erst wenn das Nest entfernt und untersucht sei, werde man besser einschätzen können, ob es weitere Exemplare beziehungsweise Vorkommen gibt. Behörden und Imker erhalten zahlreiche Meldungen aus der Bevölkerung, wie der Experte bestätigt. „Wir sind über jede Meldung froh“, stellt er klar. Wichtig sei, die Tiere möglichst genau zu fotografieren und dabei etwa mit einem Fernglas oder dem Handy heranzuzoomen. Auch wenn sich viele Hinweise bislang nicht bestätigt hätten, sei jede Beobachtung wichtig, um eine weitere Ausbreitung einzudämmen.
Wie Andreas Tschöll erklärt, ist die Asiatische Hornisse gut zu erkennen. Sie ist sehr dunkel gefärbt und fällt durch ihre leuchtend gelben Füße auf. Im Gegensatz zur heimischen Hornisse ist sie nicht nachtaktiv.
Der Kössener schlug sofort Alarm. Andreas Tschöll und sein Team machten sich umgehend auf die Suche nach dem Nest. Dieses kann bis zu 80 Zentimeter groß werden. Die Nester befinden sich zunächst meist in Sträuchern oder kleineren Bäumen, später häufig hoch oben in den Baumkronen. „Wenn sich die Asiatische Hornisse dauerhaft ansiedelt, ist das für die Imkerei eine ernst zu nehmende Bedrohung“, betont Themel, der sich selbst tagelang an der Suche beteiligte. Ende der Vorwoche wurden zusätzlich Experten aus Vorarlberg hinzugezogen. Dann am Nachmittag die gute Nachricht: Das Nest wurde gefunden.
Mit einem Fernglas konnte das Nest zufällig in einem Baum in etwa 25 bis 30 Metern Höhe ausfindig gemacht werden. Die geplante Ortung mittels einer besenderten Hornisse war damit nicht mehr notwendig. In den kommenden Tagen soll das Nest von Fachleuten beseitigt werden, informiert Andreas Tschöll. Das sei nicht einfach, da die Hornissen nicht nur stechen, sondern ihr Gift auch verspritzen. Das Nest in Kössen soll daher mit spezieller Schutzausrüstung und entsprechendem Bekämpfungsequipment entfernt werden.
Noch unklar, ob es ein Einzelnest ist
Noch ist unklar, ob es sich in Kössen tatsächlich um ein Einzelnest handelt. Die Asiatische Hornisse breitet sich von Westen und Nordwesten über Bayern und Baden-Württemberg aus. Laut Tschöll dürfte auf Tirol eine „Welle“ zukommen. Erst wenn das Nest entfernt und untersucht sei, werde man besser einschätzen können, ob es weitere Exemplare beziehungsweise Vorkommen gibt. Behörden und Imker erhalten zahlreiche Meldungen aus der Bevölkerung, wie der Experte bestätigt. „Wir sind über jede Meldung froh“, stellt er klar. Wichtig sei, die Tiere möglichst genau zu fotografieren und dabei etwa mit einem Fernglas oder dem Handy heranzuzoomen. Auch wenn sich viele Hinweise bislang nicht bestätigt hätten, sei jede Beobachtung wichtig, um eine weitere Ausbreitung einzudämmen.
Wie Andreas Tschöll erklärt, ist die Asiatische Hornisse gut zu erkennen. Sie ist sehr dunkel gefärbt und fällt durch ihre leuchtend gelben Füße auf. Im Gegensatz zur heimischen Hornisse ist sie nicht nachtaktiv.