
Mithilfe eines vom Boden aus eingesetzten Rohrsystems wurde das hoch in einem Baum gelegene Nest mit heißem Dampf behandelt. Erwachsene Hornissen und die im Nest befindliche Brut werden durch die Hitze abgetötet.
Foto: Land Tirol/Hörmann
11. September 2026
Asiatische Hornisse: Nest in Kössen entfernt
Tagelang durchstreiften vor kurzem Experten den Kaiserwinkl, um ein ganz besonderes Hornissennest ausfindig zu machen: Erstmals wurde in Tirol eine Asiatische Hornisse nachgewiesen. Nicht nur für die rund 400 Imker im Bezirk war das eine Horrornachricht. Wie der Obmann der Imker im Bezirk Kitzbühel, Markus Themel, gegenüber dem Anzeiger erklärte, ", wäre es für die die Imkerei eine ernst zu nehmende Bedrohung, sollte sich die Asiatische Hornisse dauerthaft bei uns ansiedeln.“
Kössener Imker entdeckte Nest
Es ist der Aufmerksamkeit eines Kössener Imkers zu verdanken, dass die Asiatische Hornisse entdeckt wurde. Er hat sofort erkannt, dass es sich nicht um eine heimische Art handelt. Im Suchtrupp waren mehrere Personen aus dem Bezirk dabei, darunter auch Markus Themel. Mit einem Fernglas konnte das Nest zufällig in einem Baum in etwa 25 bis 30 Metern Höhe ausfindig gemacht werden. Andreas Tschöll, Leiter des Pflanzenschutzdienstes Tirol, erklärte, dass es nicht einfach sei, das Nest zu entfernen. Die Hornissen stechen nicht nur sondern verspritzen auch ihr Gift. Das Nest in Kössen konnte daher nur mit spezieller Schutzausrüstung und entsprechendem Bekämpfungsequipment entfernt werden.
Am Donnerstag, konnte das est ohne Einsatz von Bioziden bzw. Insektiziden erfolgreich bekämpft und anschließend entfernt werden. Wichtig war dies allen voran, um die heimische Biodiversität – unter anderem Bienen und weitere Insekten – und Landwirtschaft zu schützen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Neues Verfahren zur Bekämpfung setzt auf heiße Dämpfe
„Velutina Steam EX“ heißt das neuartige thermische Verfahren, das heute in Kössen erstmals in Österreich zur Bekämpfung der Asiatischen Hornisse eingesetzt wurde. Durchgeführt wurde die Bekämpfung unter der Federführung des Pflanzenschutzdienstes des Landes Tirol von Harald Wiedemann, einem ausgewiesenen Praktiker und Fachberater mit langjähriger Erfahrung im Umgang mit der Asiatischen Hornisse und der Entfernung ihrer Nester. Mithilfe eines vom Boden aus eingesetzten Rohrsystems wurde das hoch in einem Baum gelegene Nest mit heißem Dampf behandelt. Erwachsene Hornissen und die im Nest befindliche Brut werden durch die Hitze abgetötet.
„Das Verfahren kommt ohne Biozide bzw. Insektizide aus und ermöglicht die Behandlung auch von hoch in Bäumen gelegenen Sekundärnestern. Nach der thermischen Behandlung können zurückkehrende Arbeiterinnen über dasselbe Rohrsystem abgesaugt und das Nest anschließend entfernt werden“, betont Wiedemann. Das System habe sich bereits in Deutschland bewährt: „Für Österreich bietet dieser Einsatz eine gute Gelegenheit, praktische Erfahrungen mit der Bekämpfung eines hoch gelegenen Sekundärnestes zu sammeln und sich unmittelbar mit den technischen und organisatorischen Anforderungen einer Nestentfernung auseinanderzusetzen.“
Frühzeitiges Handeln gegen weitere Ausbreitung
„Eine Bekämpfung der Asiatischen Hornisse ist notwendig, da sie insbesondere für Honigbienen, Wildbienen und andere heimische Insekten eine ernstzunehmende Gefahr darstellt“, erklärt Andreas Tschöll, Leiter des amtlichen Pflanzenschutzdienstes. Im Spätsommer und Frühherbst kann ein Volk bis zu 2.000 Tiere umfassen. In dieser Zeit können die Hornissen täglich mehrere hundert Honigbienen erbeuten – insgesamt bis zu elf Kilogramm Insekten pro Saison. Mit der weiteren Ausbreitung der Art sind zudem Fragen des Natur- und Biodiversitätsschutzes, der Landwirtschaft – insbesondere des Obstbaus – sowie der öffentlichen Sicherheit verbunden.
„Die aktuelle Entwicklung in Deutschland zeigt, wie rasch sich die Art nach ihrer Etablierung ausbreiten kann. In Baden-Württemberg ist sie mittlerweile großflächig verbreitet, Nachweise reichen zunehmend auch in Richtung Bayern. Deshalb ist es für uns wichtig, bereits jetzt praktische Erfahrungen aufzubauen und geeignete Strukturen und Methoden für künftige Fälle kennenzulernen“, erklärt Tschöll.
Sichtungen weiterhin umgehend melden
Beim aktuellen Fund in Kössen gehen die ExpertInnen zwar von einer Verschleppung einer Königin durch den Menschen aus. „Unabhängig davon muss man sich darauf einstellen, dass die Asiatische Hornisse aufgrund ihrer fortschreitenden Ausbreitung in Mitteleuropa künftig auch Österreich auf natürlichem Weg erreichen und sich hier etablieren kann“, betont Tschöll, dass es deshalb umso wichtiger ist, mögliche Funde frühzeitig zu erkennen und zu melden.
Wer eine Asiatische Gelbfuß-Hornisse oder ein Nest entdeckt, wird ersucht, den Fund umgehend zu melden – idealerweise zusammen mit einem gut erkennbaren Foto des Insekts, das dies die Bestimmung und Abklärung erheblich erleichtert. Dies ist beim Amt der Tiroler Landesregierung, über das zentrale Velutina-Meldeportal oder bei der zuständigen Gemeinde möglich:
Kössener Imker entdeckte Nest
Es ist der Aufmerksamkeit eines Kössener Imkers zu verdanken, dass die Asiatische Hornisse entdeckt wurde. Er hat sofort erkannt, dass es sich nicht um eine heimische Art handelt. Im Suchtrupp waren mehrere Personen aus dem Bezirk dabei, darunter auch Markus Themel. Mit einem Fernglas konnte das Nest zufällig in einem Baum in etwa 25 bis 30 Metern Höhe ausfindig gemacht werden. Andreas Tschöll, Leiter des Pflanzenschutzdienstes Tirol, erklärte, dass es nicht einfach sei, das Nest zu entfernen. Die Hornissen stechen nicht nur sondern verspritzen auch ihr Gift. Das Nest in Kössen konnte daher nur mit spezieller Schutzausrüstung und entsprechendem Bekämpfungsequipment entfernt werden.
Am Donnerstag, konnte das est ohne Einsatz von Bioziden bzw. Insektiziden erfolgreich bekämpft und anschließend entfernt werden. Wichtig war dies allen voran, um die heimische Biodiversität – unter anderem Bienen und weitere Insekten – und Landwirtschaft zu schützen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Neues Verfahren zur Bekämpfung setzt auf heiße Dämpfe
„Velutina Steam EX“ heißt das neuartige thermische Verfahren, das heute in Kössen erstmals in Österreich zur Bekämpfung der Asiatischen Hornisse eingesetzt wurde. Durchgeführt wurde die Bekämpfung unter der Federführung des Pflanzenschutzdienstes des Landes Tirol von Harald Wiedemann, einem ausgewiesenen Praktiker und Fachberater mit langjähriger Erfahrung im Umgang mit der Asiatischen Hornisse und der Entfernung ihrer Nester. Mithilfe eines vom Boden aus eingesetzten Rohrsystems wurde das hoch in einem Baum gelegene Nest mit heißem Dampf behandelt. Erwachsene Hornissen und die im Nest befindliche Brut werden durch die Hitze abgetötet.
„Das Verfahren kommt ohne Biozide bzw. Insektizide aus und ermöglicht die Behandlung auch von hoch in Bäumen gelegenen Sekundärnestern. Nach der thermischen Behandlung können zurückkehrende Arbeiterinnen über dasselbe Rohrsystem abgesaugt und das Nest anschließend entfernt werden“, betont Wiedemann. Das System habe sich bereits in Deutschland bewährt: „Für Österreich bietet dieser Einsatz eine gute Gelegenheit, praktische Erfahrungen mit der Bekämpfung eines hoch gelegenen Sekundärnestes zu sammeln und sich unmittelbar mit den technischen und organisatorischen Anforderungen einer Nestentfernung auseinanderzusetzen.“
Frühzeitiges Handeln gegen weitere Ausbreitung
„Eine Bekämpfung der Asiatischen Hornisse ist notwendig, da sie insbesondere für Honigbienen, Wildbienen und andere heimische Insekten eine ernstzunehmende Gefahr darstellt“, erklärt Andreas Tschöll, Leiter des amtlichen Pflanzenschutzdienstes. Im Spätsommer und Frühherbst kann ein Volk bis zu 2.000 Tiere umfassen. In dieser Zeit können die Hornissen täglich mehrere hundert Honigbienen erbeuten – insgesamt bis zu elf Kilogramm Insekten pro Saison. Mit der weiteren Ausbreitung der Art sind zudem Fragen des Natur- und Biodiversitätsschutzes, der Landwirtschaft – insbesondere des Obstbaus – sowie der öffentlichen Sicherheit verbunden.
„Die aktuelle Entwicklung in Deutschland zeigt, wie rasch sich die Art nach ihrer Etablierung ausbreiten kann. In Baden-Württemberg ist sie mittlerweile großflächig verbreitet, Nachweise reichen zunehmend auch in Richtung Bayern. Deshalb ist es für uns wichtig, bereits jetzt praktische Erfahrungen aufzubauen und geeignete Strukturen und Methoden für künftige Fälle kennenzulernen“, erklärt Tschöll.
Sichtungen weiterhin umgehend melden
Beim aktuellen Fund in Kössen gehen die ExpertInnen zwar von einer Verschleppung einer Königin durch den Menschen aus. „Unabhängig davon muss man sich darauf einstellen, dass die Asiatische Hornisse aufgrund ihrer fortschreitenden Ausbreitung in Mitteleuropa künftig auch Österreich auf natürlichem Weg erreichen und sich hier etablieren kann“, betont Tschöll, dass es deshalb umso wichtiger ist, mögliche Funde frühzeitig zu erkennen und zu melden.
Wer eine Asiatische Gelbfuß-Hornisse oder ein Nest entdeckt, wird ersucht, den Fund umgehend zu melden – idealerweise zusammen mit einem gut erkennbaren Foto des Insekts, das dies die Bestimmung und Abklärung erheblich erleichtert. Dies ist beim Amt der Tiroler Landesregierung, über das zentrale Velutina-Meldeportal oder bei der zuständigen Gemeinde möglich: